Die Geschichte

Seit ihrer Geburt verfolgt sie die Entwicklung des Vereins mit großer Leidenschaft

Seit ihrer Geburt verfolgt sie die Entwicklung des Vereins mit großer Leidenschaft

„Das Stöbern in diesen Unterlagen hat mir viel Freude bereitet, viele der darin genannten und abgebildeten Personen haben mein langes Vereinsleben auf dem Kermelberg, das mit kurzer Unterbrechung nunmehr 46 Jahre andauert, begleitet und viele schöne Erinnerungen geweckt.

Ich wünsche allen Lesern, dass sie genau so viel Spaß beim Rückblick auf die Geschichte unseres Vereins haben wie ich ihn hatte“. sagt Ute

Vorwort

Die von mir zusammengestellte Vereinsgeschichte gibt im Wesentlichen Einblick in die Jahre von der Gründung bis 2000. In dieser Zeit wurde unser Gelände so gestaltet wie wir es heute kennen.

Die Darstellung basiert auf der Festschrift „SUN Bochum 1931 – 50 Jahre Sport-und Naturfreunde Ruhrgebiet e.V. Bochum 1931-1981“ und dem von Bruni und Siegfried in fünf Ordner zusammengestellten Bildband.

Ergänzend habe ich einige meiner Kindheitserinnerungen hinzugefügt. Selbstverständlich ist die nun vorliegende Vereinsgeschichte nur eine Zusammenfassung der vorhandenen Informationen und nicht vollständig.

Die Vorgeschichte (bis 1931)

Die Vereinsgründung liegt bereits über 80 Jahre zurück, die Anfänge der FKK-Bewegung auf dem Kermelberg sind aber noch älter. Den Grundstein legten einzelne Anwohner und Familien mit Kindern, die sich in den Wäldern des Kermelbergs nackt in Luft und Sonne bei Sport und Spiel bewegten.

Dabei handelte es sich um private, unorganisierte „Freikörperkultur“.  FKK-gemäßes Geländeleben gab es zu der Zeit in der näheren Umgebung lediglich in Selbeck (bei Mülheim). Zur Nutzung des Geländes stellte die „Liga für freie Lebensgestaltung“ aus Eggestorf in der Lüneburger Heide FKK-Ausweise aus.

Die Anreise erfolgte per Straßen- und Eisenbahn. Das war langwierig und umständlich für die ortsansässigen interessierten Familien.

Die frühen Jahre (1931-1933)

Gründung

Daher trafen sich 1931 zwanzig Männer und Frauen im Bochumer Hotel „Fork“ und gründeten den Verein „Bund für Leibeszucht“. Unter dem 1. Vorsitzenden Hoffmann gelang es der noch kleinen Gruppe auf dem Kermelberg ca. 14 Morgen Land vom Bauern Deimann für 20 Reichsmark pro Jahr und Morgen zu pachten.

Schwierigkeiten und Unterstützung

Einige Anwohner klagten erfolglos vor dem Verwaltungsgericht gegen die Ausübung von FKK. Es gab aber auch Unterstützung. Ein Bauunternehmer schenkte dem neugegründeten Verein eine Bauhütte.

Aufbau Vereinsgelände

Diese Hütte diente als Gemeinschaftsraum. Ein Faustballplatz wurde angelegt und Stroh für Übernachtungen beim benachbarten Bauern gekauft.

Stark beeinträchtigt wurde das Geländeleben durch einen öffentlichen Weg, der durch das Gelände führte. Erst nach einem erfolgreichen Zivilprozess wurde der Weg 1937 für die Öffentlichkeit gesperrt.

Vereinsleben und Sport

Schnell entwickelte sich trotz der langen Arbeitszeit, es gab noch keinen freien Samstag, ein reges Vereinsleben. Der monatliche Mitgliedsbeitrag lag bei 1 Reichsmark  bzw. 50 Pfennig für Arbeitslose. Jeden Sonntag leitete ein Sportlehrer die Mitglieder zur Gymnastik an.

Auf Familiensport wurde also schon zur Gründungszeit in unserem Verein großer Wert gelegt.HIS_Gymnastik Die erste Beitragserhöhung erfolgte bereits nach einem Jahr.

Der Ausbau und die Erschließung des Geländes erforderten eine Verdoppelung des monatlichen Beitrags. Ein Geländewart und Geld allein reichte allerdings nicht. Mithilfe war erforderlich. Daher wurde für alle Mitglieder ein Arbeitsdienst zur Pflicht.

Durch Nationalsozialismus und Kriegszeit (1933-1945)

Das Gründungsmitglied Göding leitete die Geschicke des Vereins durch die schwierige Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Göding wurde mehrmals von der Gestapo vorgeladen, um Auskunft über Zweck und Ziel des Vereins zu geben.

Ein Vereinsverbot konnte dank der Unterstützung des dessauischen Regierungsrates Bückmann abgewendet werden. Schriftliche Vereinsunterlagen aus dieser Zeit sind leider nicht mehr vorhanden, sie fielen am 4.11.1944 dem großen Bombenangriff auf Bochum zum Opfer.

Ausbau Vereinsgelände

Der Ausbau des Vereinsgeländes beschränkte sich weitgehend auf die Anlage von Sportflächen.

Vereinsleben und Sport

Als Ortsgruppe Bochum gehörte unser Verein dem „Bund für Deutsche Leibeszucht e.V.“, mit Sitz in Dessau, an. Dessen Satzung legte fest, dass alle Mitglieder und Gäste täglich an mindestens einer gemeinsamen Übungs- und Spielstunde teilzunehmen hätten.

Gymnastik, Weitsprung und Balanceübungen standen auf dem Programm. Bereits 1935 wurde ein kleines Schwimmbad im Wald angelegt, das allerdings eher zum Plantschen geeignet war. Ein Faustballplatz wurde angelegt. Leichtathletisch geprägte Sportfeste wurden mit und gegen die FKK-Freunde vom benachbarten „Dortmunder“-Gelände durchgeführt.

Musik und gemeinsamer Gesang festigte die Gemeinschaft. Die Jugendlichen nahmen an gemeinsamen Wanderungen mit verschiedenen Vereinen aus dem Umkreis teil.

Zu dieser Zeit waren bereits 50 Familien Vereinsmitglieder. Übernachtet wurde in Zelten und einigen privaten Hütten. Im Wald gab es Kaltwasserduschen.

Das Trinkwasser wurde aus dem Brunnen beim Teich geschöpft. Das Essen wurde in der Gemeinschaftsküche gekocht, zur Essensausgabe erschienen die Mitglieder mit ihrem eigenen Geschirr.

Die Nachkriegsjahre 1946 bis 1960

1946 konnte das gepachtete Gelände auf 40.000m² erweitert werden. Die Mitgliederzahlen stiegen stetig. 1956 gehörten bereits 100 Familien dazu.

Das erforderte Veränderungen. Parkplätze wurden benötigt, die Liegewiese mußte erweitert und neue Sportmöglichkeiten geschaffen werden.

Ausbau Vereinsgelände

Unter dem Vorsitz von Karl Müller (1945-1951) wurde das Gelände weiter ausgebaut und die Sportanlagen vergrößert. 1946 erbte der Verein eine geräumige Hütte.

Sie diente bis zum Bau des heutigen Clubhauses als Gemeinschaftshütte, später als Wohnung für das Pächterehepaar und danach als Vereinsbüro. Das Pachtgelände wurde auf 40.000m² vergrößert. 1970 wurde die Hütte abgerissen und durch das heutige Vereinsbüro und Clubwohnung ersetzt.

Vereinsleben und Sport

Ringtennis und Ballgymnastik wurden ins Sportprogramm aufgenommen. Staffelläufe wurde mit reger Beteiligung durchgeführt. 1955 wurden ein Badminton- und ein Volleyballplatz in Betrieb genommen. Die Hauptsportart blieb Faustball. Sowohl eine Männer- als auch eine Frauenmannschaft nahmen am offiziellen Meisterschaftsbetrieb teil und wurden 1957 (Männer) und 1958 (Frauen) Westdeutscher Meister.

Jährliche Kinderfeste und Karnevalsver-anstaltungen wurden eingeführt und aufgrund der großen Beliebtheit zur Tradition. Die Kinder ließen selbstgebastelte Drachen steigen. Zum Tagesende traf man sich auf dem Faustballplatz zur gemütlichen Abendrunde, die manchmal mit einem Lagerfeuer abgeschlossen wurde.

1960 bis 1970

1963 erfolgte die Umbenennung in „Sport- und Naturfreunde Ruhrgebiet e.V. Bochum“.  Die Mitgliedszahlen stiegen auf 161 Familien.

Ausbau Vereinsgelände

1962 wurde die erste Wasserleitung gelegt, bis dahin wurde das Trinkwasser aus Brunnen geschöpft. 1963 wurde das 2.000m² große Nachbargrundstück gekauft. Zusätzlich konnte sich der Verein zu 3/8 Miteigentum in die Erbengemeinschaft, der das restliche Vereinsgelände gehörte, einkaufen.

1963 wurden die ersten Wohnwagen aufgestellt, 1964  neben der Liegewiese ein Kinderplanschbecken errichtet. 1965 konnte das gepachtete Gelände auf 48.000m²  vergrößert werden. Somit konnten neue Aufgaben wie der Bau des heutigen Clubhauses mit Sauna in Angriff genommen werden. Die Einweihung erfolgte noch im gleichen Jahr.

1968 wurde das Vereinsgelände durch den Ankauf des 14.000m² großen Nachbargrundstücks vergrößert. Weiter  wurde 1969 der 3/8 Anteil an der Erbengemeinschaft für eine Abstandssumme von 50.000 DM zu alleinigem Vereinsbesitz.

1969 konnte nach zähen Verhandlungen mit der Stadt Bochum erstmals im Bochumer Stadtbad FKK-Schwimmen durchgeführt werden. Im Laufe der Jahre wanderte die Veranstaltung durch einige Bäder und Städte. Heute wird sie von den „Dortmundern“ im Hallenbad Lütgendortmund durchgeführt.

Vereinsleben und Sport

1958 begann gezielte Jugendarbeit. Es wurden Heim- und Tanzabende, Wanderungen, Kinderfeste, Kinderschützenfeste durchgeführt, Diskussionsabende mit den „Dortmundern“ veranstaltet, an FKK-Jugendlagern teilgenommen und natürlich Sport getrieben.

Es gab z.B. eine Jugendvolleyballmannschaft. 1968 wurde die Jugendarbeit mit einem eigenen Etat ausgestattet. 1969 konnten die Jugendlichen in Eigeninitiative eine ehemalige Gerätehütte als Jugendhütte ausbauen. Heute steht an dieser Stelle die Turnhalle.

Das neue Clubhaus gab dem Vereinsleben neue Impulse . Die Winterpause war nunmehr Vergangenheit. Die Sauna war ganzjährig dreimal in der Woche geöffnet. Einmal wöchentlich konnte Tischtennis gespielt werden.  An den Wochenenden gab es neben gemütlichen Plauderrunden Film- und Dia-Abende.

1970 bis 1980

Mittlerweile war der Verein Besitzer von 35.000m² Wald, Wiesen und Sportplätzen. Bis 1971 standen die vorhandenen Wohnwagen illegal auf dem Gelände. Eine Vereinbarung mit der Stadt Witten stellte jetzt 88 Wohnwagenplätze sicher. Bis 1980 stieg die Anzahl der Mitgliedseinheiten auf 320, d.h.  insgesamt 951 Personen.

Ausbau Vereinsgelände

Das Jahr1971 wurde geprägt durch die Planung und Umsetzung weiterer größerer Bauvorhaben. Mit der Sicherstellung der Wohnwagenplätze wurde die Neuordnung und Umgestaltung des Vereinsgeländes nötig.

Mit Genehmigung der Forstbehörde wurden in den nächsten 3 Jahren in Eigenarbeit 5.000m² Wald abgeholzt, das Gelände terrassiert und ein Wiesengrundstück als Ersatz aufgeforstet. 1971 wurde der Bauantrag für das Schwimmbad gestellt und die Clubhauswohnung gebaut. 1975 wurde das Clubhaus um einen Küchenanbau erweitert und der Schwimmbadbau aufgenommen.

Bereits im Sommer 1977 konnte das beheizte 25×12,50m große Schwimmbecken in Betrieb genommen werden. Der erforderliche Technikraum bot auch Platz für einen Jugendraum mit Terrasse. Die steigende Mitgliederzahl  und die vielen Saunagäste erforderten größere Umkleide- und Ruheräume.

Dazu wurde mit viel Eigenarbeit 1979-80 die Clubhausterrasse unterkellert. Ein Mutter-und Kindraum wurde ebenfalls eingerichtet. 1980 erfolgte die Genehmigung für den Bau der Turnhalle.

Vereinsleben und Sport

Das Vereinsleben war in diesen Jahren stark geprägt durch die vielen Arbeitsstunden bei den diversen Bauvorhaben. Die Frauen übernahmen die Verpflegung der Arbeiter, u.a. auch mal mit einem halben Ochsen über dem Lagerfeuer.

Der Sport wurde trotzdem nicht vernachlässigt. 1974 wurde Indiaca bei uns eingeführt und sehr beliebt. Der Verein trat auch dem Badminton-Landesverband NRW bei, so dass zwei Mannschaften in der Kreisklasse antreten konnten. Natürlich wurde auch weiterhin Volleyball gespielt.

Die Jugendmannschaft war z.B. 1970/71 bei vielen Turnieren sehr erfolgreich. Mit der Inbetriebnahme des Schwimmbades wurde natürlich Schwimmen zur beliebtesten Sportart, gefördert durch unsere Übungsleiterin Lore.

Viele Vereinsmitglieder aller Alterstufen erlernten das Schwimmen. Von 1977 bis 1980 wurden die Püfungen für 175 Schwimmleistungsabzeichen abgenommen.

1980 fanden erstmals die FSG- und auch die DFK-Meisterschaften auf unserem Gelände statt, weitere folgten in den nächsten Jahren. Zahlreiche  Vereinsmitglieder nahmen daran teil. Einige waren dabei sogar so erfolgreich, dass sie in das DFK-Team für die INF- Meisterschaften (FKK-Europameister-schaften) geladen wurden.

Jährlich wurden Sportfeste mit den „Dortmundern“ veranstaltet. Dabei wurde für die Vereinswertung Volleyball, Badminton und Tischtennis gespielt sowie Waldläufe mit Wertungen für Männer-, Frauen- und Kinder  veranstaltet.

Heinz gründete 1978 eine Wandergruppe, die in Kooperation mit den „Dortmundern“ bis ins neue Jahrhundert bestand. Bis zu 40 Wanderfreunde nahmen an Tageswanderungen teil. Aus dieser Gruppe rekrutierten sich auch die Teilnehmer zahlreicher Wander-, Radfahr- und Skifreizeiten.

Viele Vereinsmitglieder legten erfolgreich die Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen ab und nahmen an der Gymnastikstunde teil. Mit dem Bau des Mehrzwecksportfelds 1979-1980  wurde der zunehmenden Sportbegeisterung Rechnung getragen.

Nach der Einweihung 1980 wurde das Feld rege beansprucht. Es wurde Volleyball, Badminton, Indiaca und Tennis gespielt. Der Wunsch auch im Winter auf unserem Gelände Sport zu treiben wurde immer gößer. 1980 bildete sich eine Tanzgruppe. Die Übungsstunden fanden im Clubhaus statt. Aufgrund der räumlichen Enge konnten nur 15 Paare daran teilnehmen.

Dem Wunsch der Mitglieder auch im Winter auf unserem Gelände Sport zu treiben, sollte durch einem Turnhallenbau entsprochen werden.

1980 bis heute

In diesem Zeitraum erfolgte die Umbenennung des Vereins in SUN Witten e.V..

Ausbau Vereinsgelände

Das nächste große Bauvorhaben stand an. 1982 wurde auf  Technik- und Jugendraum unter Leitung von Ernst die Turnhalle in Eigenarbeit errichtet. Mehrere kleinere Bauvorhaben folgten.

So wurde 1983 das Planschbecken auf dem Kinderspielplatz eingeweiht; ein Jahr später wurde das Tauchbecken im Saunabereich in einen Kalt- Duschraum umgebaut. Der alte Umkleideraum wurde zum Dusch- und Waschraum. Zur Verwirklichung der Bauprojekte gab es wiederum viele Materialspenden und natürlich ganz viele Eigenleistungen.

1989 erfolgte der Bau der Kläranlage. FKKler sind ausgesprochene Saunafreunde, so dass es in der Clubhaussauna mittlerweile viel zu eng wurde. Also wurde 1991 die Waldsauna gebaut. Ein Jahr später wurde die Straße gepflastert, der Parkplatz neu angelegt und das Toilettenhaus gebaut. 1996 wurde  die neue Elli-Reinhardt-Hütte aufgestellt.

Der lange vernachlässigte Spielplatz wurde im Laufe der Zeit mit modernen Spielgeräten und überdachtem Sandkasten bestückt. Das Clubhaus und die Pächterwohnung bekamen einen richtigen Dachstuhl. Die Pächterwohnung wurde im Laufe der Zeit auch mehrfach umgebaut.

Seit 2 Jahren wird das Clubhaus nicht mehr von einem Pächterehepaar bewirtschaftet. Dies haben jetzt einige Vereinsmitglieder als „Küchenteam“ übernommen. Die Clubhauswohnung ist jetzt an die 1. Vorsitzende vermietet.

Vereinsleben und Sport

Die Jahre hindurch wurde immer gerne gefeiert. Es wurden Kinderfeste, Sommerfeste, Weihnachtsfeiern, Ostereiersuche, Lumpenball, Karneval, Silvester, Geburtstage und sogar eine Silberhochzeit gefeiert.

In den 80er Jahren führten die Jugendlichen zur Weihnachtsfeier die Weihnachtsgeschichte auf.  Zunächst wurde auch weiterhin sehr intensiv Sport betrieben. Indiaca-Turniere, Schleifchen-Turniere (Tennis) wurden ausgerichtet, Badminton, Tischtennis und Volleyball gespielt.

Vereinsmeisterschaften, FSG-, und DFK-Meisterschaften  im Schwimmen, Wochenendlehrgänge (z.B. Tennis und Feldhockey) wurden durchgeführt. Der Verein war Mitglied in den einzelnen offiziellen Fachverbänden, so dass die Sportarten entsprechend dem offiziellen Regelwerk ausgeübt und entsprechend am Spielbetrieb der Fachverbände teilgenommen werden konnte, z.B. Volleyball und Badminton.

Natürlich wurde auch viel Wert auf die allgmeine Fitness gelegt. Gymnastikstunden, zunächst mit Else, dann seit ca. 30 Jahren mit Marianne waren beliebt und werden auch heute noch einmal wöchentlich angeboten. 20 bis 25 Vereinsmitglieder nehmen regelmäßig daran teil.

Aerobic mit Horst ist jeden Sonntag angesagt. Im Sommer erfreut sich die Wassergymnastik mit Lore großer Beliebtheit. Die Tischtennisgruppe trainiert zweimal wöchentlich und nimmt an Turnieren und Meisterschaften im FKK-Bereich teil. Einige wenige Mitglieder treffen sich zum gemeinsamen Walking bzw. Laufen. Die Zeiten ändern sich und gehen auch an unserem Verein nicht spurlos vorbei. Die Kooperation mit den „Dortmundern“ besteht leider seit einigen Jahren nicht mehr.

Die Mitgliederzahlen sinken, die Altersstruktur verändert sich stark zu den älteren Jahrgängen. Waren im Jubiläumsjahr 1980 noch 951 Personen Vereinsmitglied, so sind es 2014 nur noch 341 Personen. Die einst zahlreichen Veranstaltungen für Jugendliche, Kinder und Sport sind stark geschrumpft. Viele Sportarten, z.B. Ringtennis, Indiaca, Wandern, gemeinsame Rad- und Skitouren werden gar nicht mehr auf unserem Gelände ausgeübt.

Dieser rückläufige Trend trifft aber nicht nur auf unseren Verein zu, sondern beschreibt eher die allgemeine Situation für Vereine aller Art.

Zum Schluss

Ein Gelände und ein gut funktionierendes Vereinsleben benötigen viele helfende Hände und engagierte Vorstandsmitglieder. Sie alle haben in der Vergangenheit und heute immer ihr bestes für den Verein und damit für uns gegeben. Trotzdem sind 2 Männer hervorzuheben: Hans Verstl, 1. Vorsitzender 1951 bis 1959 und 1961 bis 1968 und Hans Damm, 1. Vorsitzender 1968 bis 1986. Unter ihrer Leitung ging das Gelände in Vereinsbesitz über und die großen Bauvorhaben Clubhaus, Sauna, Wohnwagenterrassen, Schwimmbad und Turnhalle wurden geplant und verwirklicht.

Dazu gehörte jede Menge Mut, Vorstellungskraft, Initiative und die Fähigkeit, unsere Vereinsmitglieder zur Mitarbeit zu begeistern. Umgesetzt werden konnten die großen Vorhaben aufgrund zahlreicher Spenden der Vereinsmitglieder und viele freiwillige und geringfügig entlohnte Arbeitsstunden. Die Ausschachtungen und Maurerarbeiten, Rodungsarbeiten u.v.m. wurden von den Vereinsmitgliedern mit Muskelkraft durchgeführt.

Einige Mitglieder absolvierten pro Person ca. 400 Arbeitsstunden im Jahr, sie arbeiteten an vielen Wochenenden und wochentags nach der Arbeit. Ihr Einsatz hat sich gelohnt, denn an dem Ergebnis erfreuen wir uns noch heute. Arbeit gab es natürlich auch in der Folgezeit und gibt sie bis heute. Jahrelang wurde der Gebäudebestand gepflegt, erweitert und renoviert, Schäden behoben und wenn nötig erneuert und modernisiert, die Grünflächen bearbeitet u.v.m. . Das ist so und wird sich auch nicht ändern.

Lust auf mehr Vereinshistorie:

Siegfried und Bruni haben in liebevoller Kleinarbeit 5 Aktenordner mit vielen Bildern und Anmerkungen für die Jahre 1931 bis 1998 zusammengestellt.

Manfred hat alles gescannt und auf CD-Rom gebrannt. Beides kann bei Interesse gerne eingesehen werden. Bitte dazu beim Vorstand melden.


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