Selbstverteidigung ist gut!

Alle Teilnehmerinnen waren hoch motiviert!

„Auf große Resonanz stieß das Angebot der FSG  (Familiensportgemeinschaft) „Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen“. Mit 20 Teilnehmerinnen war der Kurs ausgebucht.“

Am Samstag, 11. Februar 2017 trafen sich die Frauen im Alter von 15 bis 73 Jahren auf dem Vereinsgelände der SuN Witten. Neben 12 Frauen des gastgebenden Vereins fanden erfreulicherweise auch Mitglieder von SuN Dortmund (2), Lichtbund Wuppertal (3), FSG (2), eine externe Teilnehmerin und die Übungsleiterin Kim von Helios Köln den Weg zum winterlichen Kermelberg. Nach der Vorstellung und dem Erledigen der nötigen Formalitäten ging es zur ersten Runde in die warm beheizte Turnhalle.

Zuerst das Organisatorische, dann erst folgte maximaler Köpereinsatz!

„Um es vorwegzunehmen: es wurde ein interessanter Tag mit einer sehr netten, kompetenten Übungsleiterin. Ich war begeistert.“

Der Kurs gliederte sich in 3 Abschnitte:
1.    richtiges Verhalten
2.    Abwehr
3.    Befreiung

Richtiges Verhalten
Hierzu gehört die Auswahl des abendlichen Heimweges. Lieber Mal einen Umweg machen. Möglichst belebte Hauptstraßen wählen, wo noch andere Menschen unterwegs sind, oder Wohngegenden, wo mögliche Hilferufe gehört werden. Aber auch die Körperhaltung hilft Gefahren zu vermeiden. Selbstbewusste Haltung schreckt potenzielle Täter ab. Wichtig ist auch die eigene Wohlfühlzone zu kennen und sicherzustellen. Tritt ein Fremder „frau“ zu nahe, hilft oft ein lautes „Stopp“. In wechselnden Zweiergruppe wurde zunächst die individuelle Wohlfühlzone ermittelt und dann Überschreitungen mit lautstarken Worten zurückgewiesen und auch „geschubst“. Danach sollte „frau“ schleunigst die Flucht ergreifen.

Abwehr
Die einfachste Abwehr bei Angriff ist Wegschubsen des Täters und lautes Schreien. Hilfreich sind auch Tritte unter die Kniescheibe und Boxen mit den Fingerknöcheln geradeaus gegen die Nase oder von unten gegen Kinn, Kehlkopf. Mit den flachen Händen gleichzeitig auf die Ohren schlagen ist eine weitere Variante. Dabei gibt es kein richtig und falsch. Die Technik ist von vielen Faktoren abhängig: Größenunterschied, Art und Weise der Annäherung…Wichtig ist, dass „frau“ sich wehrt und dann wegläuft. Die unterschiedlichen Abwehrtechniken wurden mit großer Begeisterung in immer wechselnden Zweiergruppen geübt. Übungsleiterin Kim beobachtete die Ausführung und gab allen Teilnehmerinnen immer wieder hilfreiche Hinweise und Korrekturen in der Kleingruppe. Wesentliche Punkte wurden dann für die gesamte Gruppe demonstriert und danach geübt. Auch untereinander gaben sich die Teilnehmerinnen viele Tipps und waren mit viel Elan und Freude bei der Sache.

Befreiung
Nachdem die ersten Selbstverteidigungsschritte in der Abwehr von Gefahr und Angreifer gut umgesetzt wurden, kam Kim zum nächsten Punkt:  der Befreiung aus verschiedenen Umklammerungsgriffen. Simuliert wurden Situationen wie Würgegriff von vorne, Umklammerung von hinten. Auch hierzu zeigte Kim verschiedene Techniken, die in der Anwendung neben der Situation u.a. auch vom Größenunterschied abhängig sind. Bei den anschließenden Übungsrunden filterte sich die Erkenntnis heraus, dass es immer eine Möglichkeit zur Befreiung gibt, auch wenn kleinere Frauen sich nicht mit den gleichen Griffen befreien können wie größere, so gibt es doch Variationen, die sie durchführen können. Die abschließenden Übungen in der großen Gruppe simulierten verschiedene Gefahrensituationen. Einzelne Angreiferinnen mussten von der Überfallenen abgewehrt werden. Dabei kamen alle erlernten Elemente zum Einsatz: Geschrei, Schubsen sowie die unterschiedlichen Abwehr- und Befreiungstechniken. Wir Frauen setzten das Erlernte selbstbewusst und mutig um. Unsere Übungsleiterin Kim verdient ein großes Lob, sie hat uns mit viel Sachverstand und ihrer netten Art sehr kompetent angeleitet.

Unsere Übungsleiterin Kim war topp!

Beim Abschlussgespräch waren sich die Teilnehmerinnen einig: alle haben an diesem Tag viel gelernt und würden sich über eine Vertiefung und Erweiterung der Selbstverteidigung bei einem folgenden Lehrgang freuen. Der Lehrgang war insgesamt eine runde Sache und sehr gut von Daniela über die FSG organisiert. Für das leibliche Wohl sorgte das Kermelberger Küchenteam mit Gulaschsuppe, Kaffee, Kuchen und reichlich Mineralwasser. Einige Teilnehmerinnen nutzten noch das Angebot der SuN Witten zum Saunagang.

Zum Abschluss gab uns Kim noch einen guten Rat mit auf dem Heimweg: die erlernten Techniken sollte „frau“ mindestens einmal wöchentlich üben.
Ich werde es versuchen.

 

Ute
Über

Ute war schon als Kind mit Ihren Eltern im SuN Witten e.V. Das hat sie geprägt in ihrem Umgang mit der friedvollen Natur, dem Spass am Sport und dem ungezwungenen textilfreien Leben. Ute ist sehr sportbegeistert, schwimmt und walkt regelmäßig und betreut uns liebevoll beim Sportabzeichen. Sie ist immer mit Rat und Tat zur Stelle und unterstützt uns in der Internet-Redaktion.

Veröffentlicht unter Neues vom Gelände, Sportnachrichten, Veranstaltungsberichte

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